Batteriespeicher
Batteriespeicher für Unternehmen: Stromkosten um 15 % senken

Geschrieben von:
Julia Buchterkirchen

Auf einen Blick: Wie Batteriespeicher Ihre Stromkosten wirklich senken
Batteriespeicher helfen Unternehmen, Stromkosten zu senken, indem Strom gespeichert und in teuren Stunden genutzt wird.
Das kann Lastspitzen glätten und Netzentgelte reduzieren.
Zusätzlich sind Einnahmen durch Vermarktung an den Strommärkten möglich.
Ob sich ein Speicher lohnt, hängt vom Lastprofil, Eigenstrom und den Gegebenheiten vor Ort ab.
Viele Unternehmen wollen ihre Stromkosten senken und gleichzeitig eine stabile und nachhaltige Versorgung sichern. Batteriespeicher helfen dabei, weil Strom gezielt gespeichert und dann genutzt wird, wenn er gebraucht wird oder wenn er teuer ist.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Batteriespeicher Stromkosten senken können, welche Einsparpotenziale realistisch sind und welche Faktoren bei der Auswahl des richtigen Speichers zählen.
Möchten Sie wissen, ob sich ein Batteriespeicher für Ihren Betrieb lohnt?
Was sind Batteriespeicher und wie funktionieren sie?
Batteriespeicher speichern Strom aus erneuerbaren Quellen, wie etwa Solar- oder Windenergie, und geben diesen bei Bedarf wieder ab.
Unternehmen können so überschüssigen und günstigen Strom aufnehmen und in Zeiten nutzen, in denen die Preise hoch sind oder der Eigenbedarf steigt.
Ein intelligentes Energiemanagementsystem steuert den Energiefluss, sodass teure Lastspitzen ausgeglichen und Netzentgelte gesenkt werden können.
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Warum werden Batteriespeicher für Unternehmen immer attraktiver?
In den letzten Jahren hat sich der Markt stark verändert. Batteriespeicher sind deutlich günstiger geworden, und gleichzeitig steigt der Nutzen durch schwankende Strompreise.
Dazu kommen Fördermöglichkeiten, die die Investition für Unternehmen zusätzlich erleichtern.
Welche Markttrends und Förderungen sind relevant?
In den letzten Jahren sind die Kosten für Batteriespeicher um rund 90 % gesunken. [1] Dieser Preisrückgang ist hauptsächlich durch technische Fortschritte und die Erweiterung der Produktionskapazitäten entstanden.
Gleichzeitig gibt es zahlreiche staatliche Förderprogramme, die die Investition zusätzlich erleichtern. [2] Dies bedeutet, dass Investitionen in Batteriespeicher, die vor wenigen Jahren noch nicht lukrativ waren, heute schon sehr rentabel sein können.
Welche drei Entwicklungen treiben den Markt?
Der Anteil erneuerbarer Energien wächst. Derzeit liegt er bei knapp 62 % und soll bis 2030 auf circa 80 % steigen.
[3][4]Damit nimmt bei fluktuierender Energieproduktion auch die Volatilität zu. Infolgedessen wird es an sonnen- und windreichen Tagen immer öfter zu einem Überangebot kommen.

Grafik erstellt durch trawa
Ein Überangebot bewirkt an den Strommärkten negative Preise oder hat Risikoaufschläge bei Festpreisangeboten zur Folge. Batteriespeicher federn solche Lastspitzen ab. Zugleich bieten sie lukrative Einnahme- und Vermarktungsoptionen.
In den letzten Jahren sind die Preise für Batteriespeicher um circa 90 % gesunken. Grund dafür sind technische Fortschritte in der Batteriespeichertechnik sowie der Ausbau von Produktionskapazitäten und daraus resultierende Skaleneffekte.

Grafik erstellt durch trawa
Welche Vorteile haben Batteriespeicher für Unternehmen?
Mit Batteriespeichern können Sie Ihre Energiekosten senken und Autonomie sowie Nachhaltigkeit stärken.
Netzentgelte und Lastspitzen reduzieren
Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch aus eigener Stromproduktion maximieren, was teuren Strombezug aus dem Netz ersetzt.
Besonders an Tagen mit hoher Sonneneinstrahlung oder starkem Wind kann die Anlage mehr Strom produzieren, als sofort verbraucht wird. Dieser Strom kann gespeichert und bei Bedarf genutzt werden.
Autonomie und Netzunabhängigkeit stärken
Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch können ihre Energieautonomie durch Batteriespeicher erhöhen.
Dies ist möglich, indem sie zum Beispiel den selbst erzeugten Strom aus EE-Anlagen zuerst anstelle von teurem Strom aus dem Netz verbrauchen. Außerdem können sie Strom aus dem Netz immer dann beziehen, wenn dieser besonders günstig ist.
Das reduziert die Abhängigkeit vom Strommarkt und hilft, Schwankungen bei den Stromkosten abzufedern.
Nachhaltigkeitsvorteile sichern
Batteriespeicher tragen dazu bei, CO₂-Emissionen zu senken, indem sie die Integration von erneuerbaren Energien erleichtern.
In Kombination mit Solar- oder Windkraftanlagen kann der Speicher den CO₂-Fußabdruck des Unternehmens signifikant reduzieren und die Umweltbilanz verbessern.

Grafik erstellt durch trawa
In unserem Beitrag „Batteriespeicher vermarkten: Chancen für Gewerbe und Industrie“ lesen Sie mehr dazu, wie Unternehmen Batteriespeicher am Strommarkt nutzen können.
Wenn Sie Lastspitzen und Netzentgelte senken wollen, lohnt sich ein Blick auf Ihr Lastprofil.
Welche Faktoren beeinflussen die Wahl des richtigen Batteriespeichers?
Die Entscheidung für den passenden Batteriespeicher hängt von mehreren Aspekten ab, darunter:
Stromverbrauch und Lastprofil: Unternehmen mit hohen Lastspitzen können durch den Einsatz eines Batteriespeichers signifikante Einsparungen bei den Netzentgelten erzielen.
Produktion eigener erneuerbarer Energie: Unternehmen, die bereits eigene PV-Anlagen betreiben, können überschüssigen Strom speichern und so den Eigenverbrauch weiter maximieren.
Physische Gegebenheiten und Investitionsbereitschaft:Je nach Standort und Budget können unterschiedliche Speichertypen wie Indoor- oder Outdoor-Speicher eingesetzt werden.
Die folgenden Rechenbeispiele veranschaulichen die Einsparpotenziale für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen:
Hotels sparen ca. 12 % der jährlichen Stromkosten mit einem Batteriespeicher

In diesem Rechenbeispiel betrachten wir ein Wellness-Hotel mit Indoor- und Outdoor-Spa an vier Standorten.
Ausgangslage: Jährlicher Verbrauch 4 GWh; 40 % Bezug in den 20 % teuersten Stunden im Jahr; keine eigene PV-Produktion
Indikatives Einsparpotenzial: ca. 23.000 € / Jahr (ca. 12 % der jährlichen Stromkosten)
Druckereien senken mit einem Batteriespeicher ihre Stromkosten um ca. 12 %

Das folgende Rechenbeispiel betrachtet eine Druckerei von Broschüren, Flyern und Katalogen an einem Standort.
Ausgangslage: Jährlicher Verbrauch 1 GWh; Produktion an Wochentagen mit schwankender Grundlast; PV-Produktion 0,25 GWh
Indikatives Einsparpotenzial: ca. 17.000 € / Jahr (ca. 12 % der jährlichen Stromkosten)
Textilhersteller sparen mit einem Batteriespeicher ca. 11 % ihrer jährlichen Stromkosten

Als nächstes Rechenbeispiel dient ein Produzent von Textilprodukten und Stoffen mit mehr als 10 Standorten.
Unternehmen: Produzent von Textilprodukten und Stoffen mit mehr als 10 Standorten
Ausgangslage: Jährlicher Verbrauch über 20 GWh; Produktion an Werktagen mit durchgehend hoher Grundlast; PV-Produktion 6 GWh
Indikatives Einsparpotenzial: ca. 100.000 € / Jahr (ca. 11 % der jährlichen Stromkosten)
Möchten Sie eine klare Einschätzung für Ihren Standort haben?
FAQ: Batteriespeicher für Unternehmen
Wie hilft ein Batteriespeicher dabei, Stromkosten zu senken?
Ein Batteriespeicher nimmt Strom auf, wenn er günstig ist oder wenn im Unternehmen Überschuss entsteht, und gibt ihn später wieder ab. So können Sie teuren Strombezug reduzieren. Zusätzlich lassen sich Lastspitzen besser steuern.
Für welche Unternehmen lohnt sich ein Batteriespeicher besonders?
Vor allem für Gewerbe und Industrie mit hohem Stromverbrauch. Auch Unternehmen mit eigener PV Anlage oder Windstrom profitieren, weil sich der Eigenverbrauch erhöhen lässt.
Welche Faktoren sind bei der Auswahl des richtigen Batteriespeichers entscheidend?
Wichtig sind Stromverbrauch und Lastprofil, sowie die eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Dazu kommen Standort und Platzbedarf für die Frage, ob ein Indoor oder Outdoor Speicher besser passt. Auch das Budget und die Investitionsbereitschaft spielen eine Rolle.
Fazit: Batteriespeicher sind eine lohnende Investition in die Zukunft für Unternehmen
Batteriespeicher können für Unternehmen ein wichtiger Baustein sein, um Stromkosten zu senken und die Energieversorgung stabiler und nachhaltiger aufzustellen.
Besonders bei schwankenden Strompreisen helfen sie, günstige Zeiten besser zu nutzen und teure Phasen abzufedern.
Das Wichtigste in Kürze:
Batteriespeicher speichern Strom und geben ihn bei Bedarf wieder ab, zum Beispiel bei hohen Preisen oder höherem Verbrauch.
Mit intelligenter Steuerung lassen sich Lastspitzen reduzieren, was Netzentgelte senken kann.
Zusätzlich können sich neue Einnahmeoptionen durch Vermarktung an den Strommärkten ergeben.
Entscheidend für die Auswahl sind Lastprofil, Eigenstromerzeugung sowie Standort und Budget.
Sie haben noch offene Fragen?
Quellen:
[1] International Energy Agency (IEA): Batteries and Secure Energy Transitions. URL: https://www.iea.org/reports/batteries-and-secure-energy-transitions/executive-summary
[2] co2online: Batteriespeicher: Alle Förderprogramme & Zuschüsse von KfW, BAFA und Co. URL: https://www.co2online.de/foerdermittel/liste/batteriespeicher/
[3] NDR: Strommix Deutschland: Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien?. URL: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Strommix-Deutschland-Wie-ist-der-Anteil-erneuerbarer-Energien,strommix102.html
[4] Umweltbundesamt (UBA): Indikator: Anteil Erneuerbare am Bruttostromverbrauch. URL: https://www.umweltbundesamt.de/indikator-anteil-erneuerbare-am
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