Pressemitteilung
Energie-Monitor Mittelstand 2026: 69 Prozent der energieintensiven Unternehmen wollen Dynamik bei der Strombeschaffung

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Zoe Schirren

Berlin, 16. Juni 2026 – Das Energieversorgungsunternehmen trawa hat erstmalig den Energie-Monitor Mittelstand für das Jahr 2026 erhoben. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG im Auftrag von trawa 304 Entscheiderinnen und Entscheider aus dem energieintensiven deutschen Mittelstand. Das Ergebnis: Energiekosten sind zur größten unternehmerischen Herausforderung geworden. Doch statt zu resignieren, vollzieht der Mittelstand eine stille Energiewende in eigener Sache und will den Strom künftig dynamisch statt zum starren Festpreis beschaffen.
Für den energieintensiven deutschen Mittelstand sind Energiekosten die drängendste Sorge: Mehr als die Hälfte der Unternehmen setzt sie auf Platz eins oder zwei der größten unternehmerischen Herausforderungen, vor Fachkräftemangel, steigenden Lohnkosten, Bürokratie und schwacher Konjunktur. Verschärft wird der Druck durch die Angst vor einer Wiederholung des Krisenjahres 2022: Zwei Drittel der Befragten sorgen sich vor einer erneuten Energiekrise in Deutschland. Wie berechtigt diese Sorge ist und wie schnell sich die Lage an den Energiemärkten zuspitzen kann, führt der Iran-Krieg erneut vor Augen.
Aus existenzieller Sorge wird unternehmerische Initiative
Die Befragten reagieren auf den Druck nicht mit Abwarten, sondern mit Eigeninitiative. Hier sieht trawa die Kernbotschaft der Studie: Der Mittelstand möchte seine Energieversorgung aktiv gestalten und ein Stück Kontrolle über seine Energiekosten zurückgewinnen.
„Der eigentliche Befund dieser Studie ist ein Haltungswechsel: Der Mittelstand wartet nicht länger auf staatliche Entlastung, sondern nimmt seine Energiekosten selbst in die Hand. Das ist die richtige Antwort auf einen Markt, der dauerhaft volatil bleiben wird – und genau hier entscheidet sich künftig die Wettbewerbsfähigkeit“, sagt David Budde, Gründer und Geschäftsführer von trawa.
Unternehmen wollen die Schwankungen der Märkte nutzen
Der Mittelstand zieht die Konsequenzen: 69 Prozent der Unternehmen wollen ihren Strom künftig dynamisch oder teil-dynamisch beschaffen und sich damit vom reinen Festpreis lösen.
Heute beziehen drei Viertel der Unternehmen ihren Strom ausschließlich zum Festpreis. Dabei zahlen sie über die gesamte Vertragslaufzeit einen fest fixierten Arbeitspreis pro Kilowattstunde und sichern sich so gegen Preisschwankungen ab. Bei dynamischen und teil-dynamischen Verträgen folgt der Preis dagegen dem Verlauf an der Strombörse. Seitdem dort mehr Volatilität herrscht, fällt der Börsenpreis bei hohem Wind- und Solarangebot immer öfter ins Negative. So entsteht ein Sparpotenzial, das sich mit flexibler Energiebeschaffung nutzen lässt.
Mangel an dynamischen Tarifen bei Energieversorgern
Aufschlussreich ist, warum viele Unternehmen dennoch beim Festpreis bleiben. Wer keinen Wechsel plant, begründet das vor allem mit zu hohen Risiken und mangelnder Planbarkeit (78 Prozent), mit der vermeintlichen Komplexität dynamischer Modelle (56 Prozent) und mit fehlendem Personal (52 Prozent).
Den vielleicht wichtigsten Befund liefert aber ein anderer Wert: 52 Prozent dieser Unternehmen geben an, von ihrem Energieversorger nicht bewusst zu einer dynamischen oder teil-dynamischen Alternative beraten worden zu sein. Das Festhalten am Festpreis ist demnach weniger eine bewusste Entscheidung als eine Folge mangelnder Impulse.
Batteriespeicher und Software: Der Mittelstand rüstet sich technisch auf
Diese Aufbruchstimmung zeigt sich auch beim Thema Batteriespeicher: 70 Prozent der Unternehmen setzen sie bereits ein oder planen oder diskutieren deren Einsatz. Denn Batteriespeicher erlauben Eigenverbrauchsoptimierung, Lastspitzenmanagement und Strommarkthandel. Bei Unternehmen, die noch zögern, liegt dies an den hohen Anschaffungskosten, die 71 Prozent als wichtigsten Hinderungsgrund nennen. Parallel wächst das Bewusstsein für die nötigen Werkzeuge: Unter den Unternehmen mit dynamischer Beschaffung halten 95 Prozent eine Energie Management Software für notwendig, um Beschaffung und Verbrauch intelligent zu steuern.
Industriestrompreis: Versprochene Entlastung erreicht den Mittelstand kaum
Gleichzeitig trügt die Hoffnung auf staatliche Hilfe. Obwohl die befragten Unternehmen allesamt zu den energieintensiven Branchen zählen, ist weniger als die Hälfte für den von der Politik in Aussicht gestellten Industriestrompreis berechtigt. 48 Prozent fallen durch das Raster, weitere 11 Prozent wissen nicht, ob sie profitieren könnten. Die politisch versprochene 3,8 Milliarden Euro Entlastung erreicht den Mittelstand also kaum – ein Grund mehr, die eigene Energiebeschaffung aktiv zu gestalten.
Fazit: Der Mittelstand möchte den Spielraum aktiv nutzen, statt auf Subventionen zu warten
trawa hat den Energie-Monitor Mittelstand 2026 erhoben, um zu verstehen, wie der energieintensive Mittelstand mit volatilen Energiemärkten umgeht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit ihre Energiekosten aktiv steuern will, dabei aber auf Komplexität, fehlende Beratung und eine staatliche Entlastung trifft, die sie kaum erreicht. Vor allem aber macht die Studie eines deutlich: Das Potenzial ist erkannt, die Umsetzung scheitert noch oft an Informationen und Beratung.
Über die Studie
Mit dem Energie-Monitor Mittelstand 2026 untersucht trawa, wie der energieintensive deutsche Mittelstand mit den Herausforderungen volatiler Energiemärkte umgeht, und will mit den Ergebnissen einen Impuls für die Modernisierung des Strommarkts setzen. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut INNOFACT im Auftrag von trawa vom 23. bis 26. Februar 2026 insgesamt 304 Entscheiderinnen und Entscheider, die in ihren Unternehmen für Energiethemen verantwortlich oder daran beteiligt sind. Befragt wurden ausschließlich mittelständische Unternehmen mit 50 bis 1.000 Mitarbeitenden aus besonders energieintensiven Branchen – darunter das verarbeitende Gewerbe, Logistik, Groß- und Einzelhandel, Baugewerbe, Immobilienwirtschaft und Hotellerie. Die Datenerhebung erfolgte vor der jüngsten geopolitischen Zuspitzung im Iran; deren mögliche Folgen für die Energiemärkte sind in den Ergebnissen daher nicht abgebildet.
Der vollständige Energie-Monitor Mittelstand 2026 steht hier zum Download zur Verfügung.
Über trawa
trawa unterstützt Unternehmen dabei ihre Stromkosten, um bis zu 30% jährlich zu senken, indem sie die bewährten Methoden energieintensiver Großkonzerne einfacher zugänglich machen. Dabei übernimmt trawa alle relevanten Dienstleistungen: Energieversorgung, Energie Management Software und sogar die flexible Steuerung von Energieanlagen. Das Unternehmen arbeitet bereits erfolgreich mit über 250 Unternehmen in Deutschland und Österreich und ist eines der schnellst wachsenden Energieunternehmen Europas. Zu den Kunden gehören bereits namhafte Großkunden wie Flixtrain, Maritim Hotels, Conrad Elektronik und viele mehr.
Pressekontakt:
Zoe Schirren
Senior Marketing Managerin
+49 152 253 90 902, pr@trawa.de
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