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Industriestrom in 2026: Eine grüne Lösung auch für KMU?

Nachhaltigkeit wird für Unternehmen zur Pflicht, doch grüner Industriestrom galt lange als Thema nur für Großkonzerne. Warum sich das ändert und wie auch KMU davon profitieren können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Nachhaltigkeit wird für Unternehmen zur Pflicht, doch grüner Industriestrom galt lange als Thema nur für Großkonzerne. Warum sich das ändert und wie auch KMU davon profitieren können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Geschrieben von:

Julia Buchterkirchen

Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Industriehalle

Grüner Industriestrom für KMU auf einen Blick

  • Industriestrom sind Stromlieferungen für Groß- und Größtverbraucher mit besonderen, auf hohe Verbräuche zugeschnittenen Tarifen.

  • Grüner Industriestrom ist ein wirksamer Hebel, um Emissionen zu senken, war aber bisher vor allem für große, energieintensive Unternehmen gut zugänglich.

  • Für KMU ist der Bezug schwieriger, weil ihnen oft Ressourcen, Wissen und der Marktzugang fehlen.

  • Der regulatorische Druck steigt, sodass auch KMU nachhaltiger wirtschaften müssen.


Der Druck auf Unternehmen hinsichtlich wachsender Anforderungen an Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung wächst.Ein Hebel dafür ist die Energiebeschaffung, zum Beispiel über grünen Industriestrom

Insbesondere Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch können durch ihren Strombezug Einfluss auf den Ausstoß von Treibhausgasen nehmen und gleichzeitig ihre Kosteneffizienz verbessern. Es Lohnt sich jedoch auch ein Blick auf Gewerbestrom für Unternehmen unter 100.000 kWh.

Was ist Industriestrom?

Mit Industriestrom sind Stromlieferungen gemeint, die Groß- oder Größtverbraucher wie Industriebetriebe für ihre Produktionsprozesse einsetzen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Industrieanlagen, Maschinen oder Produktionsstätten. 

Ihr Strombedarf ist in der Regel höher als der von privaten Haushalten oder Gewerbebetrieben. Daher gibt es für Großverbraucher entsprechende Industriestrom Tarife, die auf die besonderen Bedürfnisse stromintensiver Unternehmen zugeschnitten sind. 

So kann beispielsweise Strom zu bestimmten Zeiten günstiger bezogen werden. Durch ein entsprechendes Lastmanagement können Unternehmen ihren Strombezug optimieren und Verbrauchsspitzen reduzieren.

Warum ist Grünstrom ein Hebel für mehr Nachhaltigkeit?

Diagramm: Industrie verbraucht den größten Anteil am Strom in Deutschland, 41 Prozent laut BDEW in 2025

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. [1]

In der Industrie fällt besonders viel Strom an. Sie ist mit rund 41 Prozent die größte Verbrauchergruppe in Deutschland und nutzt etwa 190 Terawattstunden pro Jahr [2]. Gerade energieintensive Betriebe mit einem Jahresstromverbrauch von über einer Million Kilowattstunden verbrauchen viel Strom [3]

Hier kann der Umstieg auf Grünstrom einen großen Beitrag zur Emissionsminderung leisten. 

Zudem wirkt sich der steigende Anteil erneuerbarer Energien auf die Strompreise am Energiemarkt aus. Schon heute produzieren PV-Anlagen und Windkraftanlagen günstiger Strom als konventionelle Kraftwerke. Dieser Trend wird sich in Zukunft weiter verstärken.

Möchten auch Sie mit Grünstrom Emissionen und Kosten sparen? 

Strommarktveränderungen und Regulierungsdruck 

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise haben gezeigt, wie wichtig eine vorausschauende Energiebeschaffung und ein Portfolio- und Risikomanagement sind. 

Nicht wenige Unternehmen gerieten wegen der schwindelerregenden Energiepreise an der Strombörse kurzfristig in Schieflage und mussten staatliche Hilfen in Anspruch nehmen.

Zwar hat sich die Lage entspannt und die Preise sind wieder gesunken, doch die Volatilität an den Energiemärkten ist noch immer höher als vor der Krise. 

Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck auf mittelständische Unternehmen. So sieht der Green Deal der Europäischen Kommission vor, dass die EU-Staaten bis 2050 klimaneutral werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden in jüngster Zeit zahlreiche Regulierungen auf den Weg gebracht. Diese richten sich zwar in erster Linie an den Finanzmarkt und Großkonzerne, doch auch KMU sehen sich zunehmend mit diesen konfrontiert. 

So verpflichtet beispielsweise die EU-Nachhaltigkeitsrichtlinie CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) Unternehmen zu einer Nachhaltigkeitsberichterstattung entsprechend der EU-Nachhaltigkeitskriterien.

Neben der CSRD gibt es eine Vielzahl weiterer Regelwerke, die teils verpflichtend, teils freiwillig mehr Nachhaltigkeit von Unternehmen einfordern. In vorderster Reihe steht dabei oft die Reduktion von Treibhausgasemissionen.

Wofür steht die CSRD Richtlinie?

Die 2023 im Rahmen des Green Deal in Kraft getretene Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der Europäischen Kommission verlangt von Unternehmen, nachhaltiger zu wirtschaften und ihre Treibhausgasemissionen zu verringern.

Die Richtlinie betrifft europaweit circa 49.000 Unternehmen, die im bilanzrechtlichen Sinn große Unternehmen oder kapitalmarktorientierte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind [4]

Dadurch werden entsprechende Nachhaltigkeitsanforderungen auch auf KMU übertragen und der Druck auf die Unternehmen erhöht, ihre Aktivitäten für mehr Nachhaltigkeit zu verstärken.

Können nur große Industrieunternehmen günstigen grünen Industriestrom beziehen?

Bisher konnten vor allem Unternehmen mit energieintensiver Produktion günstig grünen Industriestrom beziehen und vom uneingeschränkten Zugriff auf verschiedene Energiebeschaffungsmärkte profitieren. 

Zu diesen gehören Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, der Metallverarbeitung oder der chemischen Industrie.

Diese haben oft eigene Energiehandels-Abteilungen, können Experten beschäftigen und die nötige IT-Infrastruktur aufbauen. Außerdem verfügen sie über ausreichend finanzielle Sicherheiten, um Handelsrisiken abzudecken.

Für KMU stellt der Bezug von grünem Industriestrom eine echte Herausforderung dar. Sie verfügen in der Regel nicht über die benötigten Ressourcen, um sich mit der komplexen Welt und den ununterbrochenen Änderungen am Strommarkt auseinanderzusetzen. 

Doch auch die Investition in Erneuerbare Energien-Anlagen (EE-Anlagen) und Speicher ist für Unternehmen kein leichtes Unterfangen, weil es ebenso Wissen und das Vorhandensein finanzieller Mittel voraussetzt.

Hinzu kommt, dass viele erneuerbare Stromprodukte wie Power Purchase Agreements (PPA) normalerweise einen hohen Stromverbrauch bedingen

Dies erschwert Unternehmen mit geringerem Strombedarf eine vorausschauende strategische und nachhaltige Strombeschaffung und erhöht den Bedarf an transparenten und effizienten Lösungen für KMU

Wie Power Purchase Agreements für kleinere Unternehmen funktionieren, erklären wir in dem Beitrag Power Purchase Agreements (PPAs) für den Mittelstand.

Windpark liefert grünen Strom, um Industriestrom nachhaltiger zu machen

Grüner Industriestrom für KMU mit trawa

Genau hier setzt trawa an. Mit der optimierten Stromversorgung können auch mittelständische Unternehmen Strom einkaufen, wie es sonst nur die Großkonzerne tun. 

trawa stellt dafür ein individuelles Portfolio zusammen, das auf den Stromverbrauch des Unternehmens zugeschnitten ist, und bezieht regionalen, grünen Strom aus deutschen Solar- und Windparks mit Herkunftsnachweisen. 

So lassen sich Kosten senken und gleichzeitig Nachhaltigkeitsziele erreichen, ohne dass Unternehmen dafür eigenes Fachwissen oder große Investitionen aufbauen müssen. Viele Kunden sparen so bis zu 30 Prozent ihrer Stromkosten.

Wie Kosteneinsparungen durch grüne Energie konkret gelingen, zeigt trawas kostenloses Whitepaper zur Strombeschaffung für den Mittelstand.

Möchten Sie ebenfalls von grünem Industriestrom profitieren? 

FAQ: Häufige Fragen zu grünem Industriestrom für KMU

Was ist Industriestrom? 

Industriestrom sind Stromlieferungen für Groß- und Größtverbraucher wie Industriebetriebe, etwa für Anlagen, Maschinen oder Produktionsstätten. Ihr Strombedarf ist meist höher als der von Haushalten oder Gewerbe. Dafür gibt es eigene Industriestrom Tarife, die auf hohe Verbräuche zugeschnitten sind.

Warum ist grüner Industriestrom für KMU schwer zugänglich? 

KMU fehlen oft die Ressourcen, das Wissen und der Marktzugang, um sich mit dem komplexen Strommarkt zu befassen. Auch Investitionen in eigene Anlagen und Speicher sind aufwendig. Viele grüne Produkte wie PPAs setzen zudem einen hohen Stromverbrauch voraus.

Was hat die CSRD mit Strombeschaffung zu tun? 

Die CSRD verpflichtet betroffene Unternehmen, nachhaltiger zu wirtschaften und ihre Treibhausgasemissionen zu verringern. Der Umstieg auf grünen Industriestrom ist ein Hebel, um Emissionen zu senken und den steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen nachzukommen.

Wie hilft Grünstrom beim Senken von Emissionen? 

Die Industrie ist mit rund 41 Prozent die größte Verbrauchergruppe in Deutschland. Gerade bei hohem Stromverbrauch kann der Umstieg auf Grünstrom einen großen Beitrag zur Emissionsminderung leisten.

Fazit: Grüner Industriestrom lohnt sich auch für KMU

Grüner Industriestrom ist längst nicht mehr nur ein Thema für große Industrieunternehmen. Auch KMU können davon profitieren, wenn sie den richtigen Partner an ihrer Seite haben. 

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt trawas Erfolgsgeschichte mit LOXXESS.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Industriestrom deckt den hohen Strombedarf von Groß- und Größtverbrauchern über passende Tarife.

  • Grüner Strom ist ein wirksamer Hebel, um Emissionen zu senken und Kosten zu optimieren.

  • Für KMU war der Zugang bisher schwierig, unter anderem wegen fehlender Ressourcen und hoher Verbrauchsschwellen.

  • Der Regulierungsdruck durch Green Deal und CSRD macht nachhaltiges Wirtschaften zur Pflicht.

  • Mit einem passenden Anbieter wird grüner Industriestrom auch für den Mittelstand zugänglich

Haben Sie noch offene Fragen zu grünem Industriestrom für Ihr Unternehmen?


Quellen:

[1] BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.): Strom: Verbrauch nach Verbrauchergruppen. URL: https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/strom-verbrauch-nach-verbrauchergruppen/

[2] Statista (Datenbasis BDEW): Anteil am Stromverbrauch nach Sektoren in Deutschland 2025. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/236757/umfrage/stromverbrauch-nach-sektoren-in-deutschland/

[3] Vattenfall: Industriestrompreis 2026, Entwicklung und Preistrends. URL: https://www.vattenfall.de/geschaeftskunden/ves/magazin/energie/industriestrompreis

[4] Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). URL: https://www.csr-in-deutschland.de/DE/Gesetze/EU-Nachhaltigkeitsberichtspflicht/eu-nachhaltigkeitsberichtspflicht-csrd-art.html

Mit der optimierten Stromversorgung von trawa Strom einkaufen, wie es die Großkonzerne tun

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Wie funktioniert die trawa Grünstrombeschaffung?

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