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trawa gewinnt Arverio als neuen Bahnstromkunden: PPA-Ausschreibung der Österreichischen Bundesbahn-Tochter läuft

Written by:
David Budde

trawa gewinnt mit den staatlichen Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den größten Eisenbahnkonzern Österreichs als neuen Kunden für die Bahnstromversorgung in Deutschland. Die neue Zusammenarbeit ist ein weiterer Schritt beim Ausbau der Aktivitäten im spezialisierten Bahnstromsegment.
Warum Bahnstrom besondere Anforderungen stellt
Bahnstrom ist energiewirtschaftlich besonders anspruchsvoll. Die Fahrstromkosten sind häufig volatil und schwer kalkulierbar: Eine klassische Vollversorgung zu Festpreisen ist teuer, eine reine Spotmarktversorgung dagegen riskant für den Kunden.
Gleichzeitig ist das Verbrauchsverhalten der Loks anspruchsvoll vorherzusagen. Gerade Rückspeisung und operative Veränderungen im Fahrbetrieb können zu hohen Ausgleichsenergiekosten führen.
Hinzu kommen steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und CO2-Reduktion. Gefragt sind deshalb Versorgungskonzepte, die Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und erneuerbare Energien sinnvoll zusammenbringen.
Vor diesem Hintergrund fügen sich die Österreichischen Bundesbahnen in eine Reihe weiterer Bahnunternehmen aus der DACH-Region ein, die auf trawa als spezialisierten Energieversorger für Bahnstrom setzen. Die neue Zusammenarbeit zeigt, wie relevant passgenaue energiewirtschaftliche Modelle in diesem Markt geworden sind.
Fokus auf deutsche Verkehre der ÖBB
Im Fokus der Zusammenarbeit steht die ganzheitliche Stromversorgung deutscher Verkehre der Österreichischen Bundesbahnen. Dazu zählen unter anderem die Verkehre der Tochter Arverio sowie Bereiche des Güter- und Personenverkehrs der Rail Cargo Group.
Spotmarkt und PPAs als Teil des Energieportfolios
Ein wesentlicher Bestandteil des Energieportfolios der Österreichischen Bundesbahnen sind Power Purchase Agreements (PPAs), also direkte Stromlieferverträge mit Solar- und Windkraftanlagen.
Im Juni 2026 schreibt die Tochtergesellschaft Arverio Baden-Württemberg entsprechende Strommengen aus Windkraftanlagen öffentlich über das Deutsche Vergabeportal (DTVP) aus.
Ab 2027 werden diese Mengen zusammen mit den Spotmarktanteilen als Teil der Bahn-Energieversorgung über trawa gesteuert.
Weitere energiewirtschaftliche Bausteine
Darüber hinaus werden weitere energiewirtschaftliche Bausteine berücksichtigt, darunter die Direktvermarktung erneuerbarer Anlagen und Vermarktung von Batteriespeichern.
So entsteht ein Beschaffungsmodell, das die verschiedenen Anforderungen der ÖBB zusammenführt und auf die Besonderheiten von Bahnstrom eingeht.
trawa als Spezialist für Bahnstrom
Die neue Zusammenarbeit knüpft an bestehende Kundenbeziehungen von trawa im Bahnstromumfeld an. David Budde, Geschäftsführer von trawa, ordnet die neue Zusammenarbeit ein:
Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesbahnen. Bahnstrom stellt hohe Anforderungen an Beschaffung, Steuerung und energiewirtschaftliche Integration. Umso mehr zeigt diese Zusammenarbeit, dass sich spezialisierte und passgenaue Versorgungsmodelle in diesem Markt zunehmend durchsetzen. Für uns ist das ein weiterer wichtiger Schritt, unsere Position im Bahnstromumfeld weiter auszubauen.
Sie möchten Ihre Bahnstromversorgung neu aufstellen oder bestehende Beschaffungsmodelle weiterentwickeln?
Gerne sprechen wir mit Ihnen über Anforderungen, Marktmodelle und passende Versorgungskonzepte.
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