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trawa unterzeichnet Norrsken Open Letter: Für über 50 % grünen Strom in der EU-Wirtschaft

trawa unterzeichnet den Norrsken Open Letter „Make Europe the Electro Union" – gemeinsam mit H&M, Oatly, Einride und über 80 weiteren Unternehmen. Die Forderung: Die EU soll sich bis 2040 das verbindliche Ziel setzen, mehr als 50 % ihrer Wirtschaft mit sauberem, inländisch erzeugtem Strom zu betreiben.

trawa unterzeichnet den Norrsken Open Letter „Make Europe the Electro Union" – gemeinsam mit H&M, Oatly, Einride und über 80 weiteren Unternehmen. Die Forderung: Die EU soll sich bis 2040 das verbindliche Ziel setzen, mehr als 50 % ihrer Wirtschaft mit sauberem, inländisch erzeugtem Strom zu betreiben.

Written by:

Anne Fischer

norrsken letter

Gemeinsam mit H&M, Oatly, Einride und über 80 weiteren Unternehmen fordert trawa die EU auf, bis 2040 mehr als 50 % ihrer Wirtschaft auf sauberen Inlandsstrom umzustellen.

Europa erlebt aktuell einen dritten Energiepreisschock in nur vier Jahren. Und alle Krisen haben eine gemeinsamen Hintergrund: Europa ist abhängig von Brennstoffen, und von Lieferketten, die es nicht kontrolliert. trawa teilt diese Einschätzung und fordert deshalb mit Unterzeichnung des sogenannten Norrsken Open Letter "Make Europe the Electro Union", eine Energiewende in der Europäischen Wirtschaft.


Was fordert der Offene Brief?

Der am 27. April 2026 von Norrsken veröffentlichte Brief richtet sich direkt an die Europäische Kommission. Die unterzeichnenden Unternehmen fordern ein klares politisches Bekenntnis:

"Wir fordern die EU auf, die Vision zu verfolgen, zum weltweit ersten Elektro-Kontinent zu werden – die EU zur Electro Union zu machen –, indem sie sich das robuste Ziel setzt, bis 2040 mehr als 50 % ihrer Wirtschaft mit sauberem, inländisch erzeugtem Strom zu betreiben."

Die europäische Wirtschaft ist auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe ausgerichtet. Nur rund ein Viertel der europäischen Wirtschaft läuft heute auf Strom – dieser Anteil hat sich seit über einem Jahrzehnt kaum verändert. 

Dabei könnten rund 90 % der Unternehmen mit bereits verfügbarer Technologie elektrifiziert werden. 

Die Europäische Kommission selbst hat festgestellt, dass der Stromanteil am Endenergieverbrauch bis 2040 auf 50 % steigen muss, damit die EU zum Elektro-Kontinent werden kann. Der Open Letter fordert, diese Schlussfolgerung in ein verbindliches Ziel zu verwandeln.


Warum ist ein Handeln so dringend?

Die Zahlen sprechen für sich: Allein in den ersten 30 Tagen des Krieges im Iran zahlte die EU zusätzlich 14 Milliarden Euro für fossile Brennstoffimporte. Industriestrom kostet in Europa derzeit doppelt so viel wie in den USA und rund 50 % mehr als in China. Das ist ein struktureller Wettbewerbsnachteil für Unternehmen innerhalb Europas – und für trawa ein bekanntes Kernproblem, das täglich in Kundengesprächen angesprochen wird.  


Saubere Energie als Wettbewerbsvorteil

Der Brief betont, dass es nicht nur um die Krisenabwehr geht. Günstige und grüne Elektrizität ist die Grundlage für das nächste Industriezeitalter. Günstige Energie wird Transformationen in der Fertigung, im Verkehr, in der Landwirtschaft und in der Industrie ermöglichen.

Die Zahlen unterstreichen das Potenzial:

  • Die Kosten für Solar sind in den letzten zehn Jahren um mehr als 90 % gefallen

  • Über 90 % aller neuen Erneuerbaren-Projekte sind heute günstiger als fossile Alternativen

  • Erneuerbare Energien haben Kohle als weltgrößte Stromquelle überholt


Reduktion von Abhängigkeiten

Europa hat in den vergangenen Jahrzehnten gelernt, wie risikoreich es ist, kritische Ressourcen aus zu wenigen Händen zu beziehen: russisches Gas, Öl aus instabilen Regionen, Mineralien aus politisch fragilen Lieferketten.

Der Wechsel zu erneuerbaren Energien löst dieses Problem nicht automatisch – Batterien, Solarmodule und Windturbinen benötigen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und seltene Erden. 

Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied zur fossilen Abhängigkeit: Sie ist dauerhaft. Wer Öl oder Gas kauft, zahlt und importiert immer wieder neu. Die Materialien, die eine elektrische Wirtschaft aufbauen, werden einmal angeschafft. Danach gehört die Energie denjenigen, die sie betreiben.

Für Unternehmen bedeutet das konkret: Wer heute in erneuerbare Energie und intelligentes Energiemanagement investiert, reduziert nicht nur seinen CO₂-Fußabdruck – er entzieht sich langfristig dem Preisdiktat volatiler Rohstoffmärkte.


Darum unterschreibt trawa

Bei trawa arbeiten wir jeden Tag daran, mittelständischen Unternehmen den Zugang zu 100 % erneuerbarer Energie zu ermöglichen – und ihnen die Software-Werkzeuge in die Hand zu geben, um volatile Märkte zu navigieren und Energiekosten um bis zu 30 % zu senken. Der Norrsken Open Letter spricht das aus, wofür wir als Unternehmen stehen:

  • Energieunabhängigkeit durch heimische erneuerbare Energien

  • Elektrifizierung als Schlüssel zur Dekarbonisierung

  • Günstige Energie als Wettbewerbsfundament für den Mittelstand, im internationalen Vergleich

trawa ist stolz darauf, dieses Signal gemeinsam mit vielen weiteren Pionieren nach Brüssel zu senden.

Quelle:
27.04.26, norrsken. Make Europe the Electro Union.  

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