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Industriestrompreis genehmigt: Das müssen Sie wissen [Update Mai 2026]

Letztes Update: 26. Mai 2026 Die EU-Kommission hat den Industriestrompreis genehmigt, mit einem Budget von 3,8 Mrd. €. Welche Industrieunternehmen von der Förderung profitieren, welche Bedingungen gelten und was Unternehmen jetzt tun sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Letztes Update: 26. Mai 2026 Die EU-Kommission hat den Industriestrompreis genehmigt, mit einem Budget von 3,8 Mrd. €. Welche Industrieunternehmen von der Förderung profitieren, welche Bedingungen gelten und was Unternehmen jetzt tun sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Written by:

Anne Fischer

Wehende EU-Flagge vor blauem Himmel als Symbol für die Genehmigung des Industriestrompreises durch die EU-Kommission

Industriestrompreis im Überblick

  • Die EU-Kommission hat den Industriestrompreis genehmigt: 3,8 Mrd. € für Deutschland, befristet bis Dezember 2028. [1]

  • Gefördert werden 50 % des jährlichen Stromverbrauchs; der Strompreis sinkt dabei nicht unter 5 Cent pro kWh. [1]

  • Berechtigt sind Unternehmen aus 91 energieintensiven (Teil-)Sektoren, 50 % der Beihilfe müssen reinvestiert werden. [2]

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Warum der Industriestrompreis jetzt zählt

Die hohen Energiekosten sind für viele Industrieunternehmen in Deutschland zu einer existenziellen Frage geworden. [3] Genau hier setzt der Industriestrompreis an: Die EU-Kommission hat das Förderprogramm jetzt genehmigt, mit einem Budget von 3,8 Mrd. € für deutsche Industrieunternehmen. [1]

Die genauen Industriestrompreis Bedingungen hat die EU-Kommission am 16. April 2026 festgelegt. Am 6. Mai 2026 hat das BMWE dann die Richtlinie über die Gewährung des Industriestrompreis für die Abrechnungsjahre 2026 bis 2028 im Bundesanzeiger veröffentlicht. [5]

Dieser Beitrag schlüsselt die wichtigsten Industriestrompreis-Bedingungen und Inhalte des EU-Beschlusses auf. Geklärt wird: Was wurde beschlossen? Und wer profitiert wirklich? 

Was ist der Industriestrompreis?

Der Industriestrompreis ist ein staatliches Beihilfeprogramm für Deutschland. Er soll energieintensive Industrieunternehmen vorübergehend bei den Stromkosten entlasten.

Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit von Industrieunternehmen zu sichern und damit Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten. Gleichzeitig beschleunigt er die europäischen Dekarbonisierungsziele über eine Reinvestitionspflicht.

Was hat die EU-Kommission zur Industriestrompreis-Förderung beschlossen?

Im Rahmen des Clean Industrial Deal State Aid Framework (CISAF) hat die EU-Kommission nationale Beihilfeprogramme für energieintensive Industrieunternehmen genehmigt und Kriterien für die Förderfähigkeit definiert. [2]

Die maximale Fördermenge in Deutschland beträgt 3,8 Mrd. €. [1] Die Förderung läuft bis zu drei Jahre und rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Sie ist bis Dezember 2028 befristet

Wie hoch ist die Industriestrompreis-Förderung? 

Eine der zentralen Industriestrompreis-Bedingungen betrifft die Höhe der Förderung: Das Instrument der Industriestrompreis-Förderung gewährt berechtigten Unternehmen eine Beihilfe für 50 % ihres jährlichen Stromverbrauchs.

Die Subventionshöhe für diese Menge beträgt grundsätzlich 50 % des Referenzpreises. Dabei wird sichergestellt, dass der verbleibende Strompreis nicht unter 5 Cent pro Kilowattstunde sinkt. [1]

Als Referenzpreis dient der Jahresmittelwert der Base-Future-Kontrakte (also der an der Börse gehandelten Strom-Terminpreise) des Vorjahres in der deutsch-luxemburgischen Gebotszone. Für 2026 zählt daher der Durchschnitt aus 2025. Dieser Referenzpreis gilt einheitlich für alle Industrieunternehmen.

Eine Beispielrechnung zur Fördermenge bei erfüllten Industriestrompreis-Bedingungen

Was die Industriestrompreis Förderung konkret für ein Unternehmen heißt, zeigt das folgende Beispiel. Bei einem Verbrauch von 10 GWh und einem Referenzpreis von 8,7 Cent pro kWh ergibt sich  eine Entlastung von ca. 185.000 €, wie in der folgenden Grafik berechnet:

Beispielrechnung Industriestrompreis: 185.000 € Ersparnis bei 10 GWh Verbrauch und 8,7 ct/kWh

Grafik erstellt durch trawa [4]

Wichtig zu wissen ist hier: Die genaue Form der Berechnung wurde noch nicht veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um eine sehr wahrscheinlich eintretende Berechnungsgrundlage.

Wer bekommt die Förderung? Industriestrompreis-Bedingungen im Detail

Nicht jedes Industrieunternehmen in Deutschland ist direkt förderberechtigt. Die Industriestrompreis Förderung richtet sich an Unternehmen aus 91 festgelegten (Teil-)Sektoren. [2] Die EU-Kommission hat diese nach folgenden Kriterien festgelegt:

  1. Energieintensität

  2. Internationaler Wettbewerbsdruck

Das betrifft insbesondere Industrieunternehmen aus energieintensiven Sektoren, wie 

  • Stahl und Aluminium

  • Chemie

  • Glas und Keramik

  • Papier und Zellstoff

  • Zement und Kalk

  • Raffinerien und Nichteisenmetalle

Diese Sektorenliste basiert auf den EU-Leitlinien für staatliche Klima-, Umweltschutz- und Energiebeihilfen.

Sind Sie unsicher, ob Ihr Unternehmen die Industriestrompreis-Bedingungen erfüllt?
Prüfen Sie Ihre Förderfähigkeit kostenlos mit dem trawa Anspruchsrechner.

Was besagt die Reinvestitionspflicht für die Industriestrompreis-Förderung? 

Eine zentrale Bedingung der Industriestrompreis Förderung für Industrieunternehmen ist die Reinvestitionspflicht. Unternehmen müssen 50 % der erhaltenen Beihilfen in Dekarbonisierungsmaßnahmen reinvestieren. [2]

Was zunächst wie eine Einschränkung klingt, ist eine strategische Chance. Geförderte Unternehmen senken so langfristig ihre Kosten.

Welche Maßnahmen erfüllen die Industriestrompreis-Bedingungen?

Die förderfähigen Maßnahmen sind vielfältig. Bei guter Planung senken sie langfristig die Kosten:

  • Erneuerbare Energien-Erzeugung 

  • Integration Energiespeicherlösungen

  • Nachfrageseitige Flexibilität zur Erhöhung der Lastflexibilität (also das gezielte Anpassen des Stromverbrauchs an die Marktlage) 

  • Energieeffizienz steigern

  • Elektrolyseure 

  • Elektrifizierung

  • Infrastrukturmodernisierung von Netzanschlüssen und  interner Verteilernetze

  • Integrationskosten für Strom aus EE-Anlagen und Baukostenzuschüsse

  • Kosten aus grünen Direktlieferverträgen (PPAs), die neue/modernisierte EE-Anlagen finanzieren [1]

Mehr zu PPAs und dynamischen Tarifen als Kostenhebel in der Energiebeschaffung erklären wir in dem Beitrag „Gewerbestrompreis 2026: Mit Direktstromverträgen und dynamischen Tarifen das Risiko hoher Preise senken“.

Welche Maßnahmen am besten passen, hängt vom individuellen Verbrauchsprofil und dem Sektor des jeweiligen Unternehmens ab. Mit den Gegenleistungsmaßnahmen können Unternehmen bereits zu Beginn des Abrechnungsjahres beginnen.

Das heißt: Stellt ein Unternehmen einen Förderantrag für das Jahr 2026, dürfen die erforderlichen Maßnahmen unmittelbar in die Wege geleitet werden.

Für die Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen ist trawa als strategischer Partner spezialisiert. Wir begleiten Industrieunternehmen über den ganzen Weg: von der Prüfung auf Industriestrompreis Förderung über die Grünstromlieferung bis hin zur Flexibilisierung durch Speicher und Demand Response.

Wie senken Sie langfristig Ihre Energiekosten?

Die Industriestrompreis Förderung ist bei erfüllten Bedingungen auf drei Jahre befristet. Sie schafft Liquidität und Zeit, um strukturelle Lösungen zu etablieren.

Doch viele Herausforderungen bleiben auch nach 2028 weiter bestehen. Dazu zählen volatile Energiemärkte, steigende CO_2-Anforderungen und internationaler Wettbewerbsdruck. 

Unternehmen können die Fördermittel jetzt strategisch nutzen, um ihre Energiebeschaffung zu modernisieren, etwa durch erneuerbare Direktlieferung, smarte Flexibilisierung und datenbasiertes Energiemanagement. So sind Sie nach Ablauf der Förderung günstiger und widerstandsfähiger aufgestellt als Ihre Wettbewerber.

Wie ein moderner Beschaffungsmix Planbarkeit und Marktchancen kombiniert, lesen Sie hier: „Vom Fixpreis zur Flexibilität: So sieht der moderne Beschaffungsmix 2026 aus“

Industriestrompreis-Bedingungen prüfen – so unterstützt Sie trawa

Eine strukturierte Prüfung schafft schnell Klarheit, ob Ihr Unternehmen förderberechtigt ist und welche Maßnahmen konkret infrage kommen.

trawa übernimmt diese Prüfung kostenlos und zeigt auf, welche Dekarbonisierungsmaßnahmen geeignet und förderkonform sind. Das reicht von strukturierter Strombeschaffung über Batteriespeicher bis zur datenbasierten Energiesteuerung.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt unsere Erfolgsgeschichte mit LOXXESS. Dort sehen Sie, wie LOXXESS durch das intelligente Portfolio von trawa und ohne eigenes Einkaufsteam professionelle Energiebeschaffung umgesetzt hat.

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Genehmigung des Industriestrompreises: wichtiges Signal für Industrieunternehmen

Die Genehmigung des Industriestrompreises durch die EU-Kommission ist ein wichtiges Signal für die europäische Industrie.

Für Unternehmen in energieintensiven Sektoren bietet das Programm eine spürbare Entlastung und durch die Reinvestitionspflicht gleichzeitig den Anlass, die Energiebeschaffung strukturell zu modernisieren.

Industrieunternehmen, die jetzt die Industriestrompreis-Bedingungen prüfen und handeln, sichern sich einen Vorsprung, unabhängig davon, wie sich die Lage des Energiemarktes in den nächsten Jahren entwickelt.

Weitere Details zum Industriestrompreis und den Industriestrompreis Förderrechner finden Sie auf der trawa Industriestrompreis Seite.

Häufige Fragen zum Industriestrompreis (FAQ)

Wie hoch ist der Industriestrompreis-Zuschuss?
Gefördert werden 50 % des jährlichen Stromverbrauchs. Die Subvention beträgt 50 % des Referenzpreises, wobei der verbleibende Strompreis nicht unter 5 Cent pro kWh sinkt. [1]

Wer ist für den Industriestrompreis förderberechtigt?
Berechtigt sind Unternehmen aus 91 festgelegten (Teil-)Sektoren – vor allem energieintensive Branchen wie Stahl, Aluminium, Chemie, Glas, Papier und Zement. Maßgeblich sind Energieintensität und internationaler Wettbewerbsdruck. [2]

Ab wann und wie lange gilt die Förderung?
Die Förderung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 und ist bis Dezember 2028 befristet – also für bis zu drei Jahre. [1]

Was bedeutet die Reinvestitionspflicht?
50 % der erhaltenen Beihilfe
müssen in Dekarbonisierungsmaßnahmen reinvestiert werden, etwa in erneuerbare Energien, Speicher oder Energieeffizienz. Damit begonnen werden darf ab Beginn des Abrechnungsjahres. [2]

Nächste Schritte zum Industriestrompreis: Was Unternehmen jetzt tun sollten

Sie haben noch offene Fragen?

Quellen:
[1] EU-Kommission Press Release, 16.04.2026. Commission approves Bulgarian, German and Slovenian State aid schemes providing temporary electricity price relief for energy-intensive companies.

[2] EU-Kommission Press Release, 25.06.2025. Clean Industrial Deal State Aid Framework (CISAF). 

[3] Deutschlandfunk, 16.04.2026. EU-Kommission genehmigt deutschen Industriestrompreis.

[4] trawa
[5] Bundesanzeiger, 6.05.2026. Richtlinie über die Gewährung von Leistungen zur finanziellen Kompensation an strom- und handelsintensive Unternehmen zur Strompreisentlastung (Industriestrompreis) für die Abrechnungsjahre 2026 bis 2028






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